Hamburg – Essen & Trinken – Restaurants – Spanisch – Essen & Trinken – Restaurants – Portugiesisch
Da bin ich ja echt mal froh gewesen, dass ich von hier aus gemütlich nach Hause laufen konnte. Ich war sowas von satt und zufrieden, dass ich richtig gut einschlafen konnte. Somit war die Qype City Night hier im Mercearia richtig gelungen. Aber warum?
Nun, das liegt an vielen Faktoren. Zuerst einmal bin ich sowieso schon ein Freund von den etwas kleineren und gemütlicheren Plätzen, und das mercearia (zu deutsch Lebensmittelgeschäft) hat genau das. Es gibt ein paar wenige Tische, ein paar davon als Stehtische mit Hockern, eine kleine Vitrine und ein paar Regale mit käuflich zu erwerbenden Produkten wie man das aus einem kleinen Tante Emma Laden her kennt. Nur halt auf portugiesisch. Das Ganze gepaart mit einem überaus freundlichen und offenherzigen Betreiber macht schon mal gleich die halbe Miete.
Es war schon ein wenig eigentümlich, als der Chef mich – nach der Frage, was er denn an Biersorten da habe – an der Hand nahm und mit mir im Schlepptau zum Kühlschrank ging, um mir die stattliche Anzahl verschiedener deutscher, portugiesischer und spanischer Biere zu zeigen. Ich entschied mich dann für ein Sagres und habe es nicht bereut, da dies sogar nach was schmeckt, und das ist für jemanden wie mich, der eigentlich kein Bier mag, schon beachtlich.
Rundum betreut wurden wir den ganzen Abend, und das beinhaltete auch, dass Bestellungen durchaus auch mal abgelehnt wurden. Da war zum Beispiel die Frage nach einer Tapas Platte als Vorspeise und Penne als Hauptgang, was aber kategorisch abgelehnt wurde, weil zu viel. Hier möchte man also den Gast zufriedenstellen und nicht um jeden Preis Essen verkaufen, um es am Schluss wegwerfen zu müssen. Ein Geschäftsgebaren, das mittlerweile nicht mehr sehr häufig anzutreffen ist.
Ich entschied mich dann also für die Penne mit Putenstreifen in einer Käsesahnesauce und mit Käse Überbacken.
Vor dem Essen kam dann das obligatorische Brot mit Aioli, was allerdings im Gegensatz zu anderen Plätzen erstaunlich reichlich war und immer wieder nachgefüllt wurde. Ich kenne auch Plätze, wo für eine 10-Mann-Tafel ein Brotkorb mit 10 Streifen Stangenweißbrot und zwei Schälchen hingestellt wird. Hier wurde daran eindeutig nicht gegeizt, und der einwandfreie Geschmack dieser extrem knoblauchigen Creme machte es auch echt schwer, damit aufzuhören.
Die Penne fand ich dann ebenfalls äußerst lecker und die Sauce dazu war super käsig und sehr dick, was sich super dazu eignete, nochmal mit etwas Brot hinein zu tunken. Danach war ich aber auch pappsatt, und musste meinen ursprünglichen Plan, die Datteln im Speckmantel zu probieren, dann leider mangels Platz sein lassen.
Dafür beendete ich das Essen mit einem herrlichen – weil angewärmten – “Macieira” . Das ist ein seit 1865 in unveränderter Form hergestellter portugiesischer Weinbrand, den man allerdings nicht mit dem (ebenfalls aus Portugal stammenden) “Madeira” verwechseln sollte.
Besonders angenehm fand ich die Tatsache, dass ich sofort bei der Bestellung das Angebot bekam, den Weinbrand angewärmt serviert zu bekommen. Dann schmeckt er nämlich gleich nochmal so gut.
Zum Abschluss gab es dann noch ein paar tartes de natas aufs Haus, die mich ein wenig an mit Sahne-Zimt-Pudding gefüllte Blätterteig-Muffins erinnerten, aber unheimlich lecker waren. Eine sehr nette Geste für unsere Runde.
Am Ende schaute ich mir nochmal den Teil des Ladens an, der dem eigentlichen Namen mercearia gerecht wird, und stellte fest, dass hier einige leckere Dinge zu kaufen sind, mit denen ich mich sicherlich demnächst irgendwann eindecken sollte. Angefangen von Wasser, Wein und Spirituosen aus Spanien und Portugal, gibt es hier auch Reis, Kaffee, Würzsaucen und andere nette Kleinigkeiten für die Bereicherung der eigenen Küche.
Fazit: Super-günstiger und super-leckerer Top-Tipp in der sonst eigentlich etwas hochpreisigen Schicki-Micki-Meile Mühlenkamp.
Mein Beitrag zu mercearia – Ich bin frank42 – auf Qype
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Da bin ich ja echt mal froh gewesen, dass ich von hier aus gemütlich nach Hause laufen konnte. Ich war sowas von satt und zufrieden, dass ich richtig gut einschlafen konnte. Somit war die Qype City Night hier ...