Die Deutsche Hymne – einmal anders
Was Deutschland heutzutage ausmacht, in einer etwas anderen Form ausgedrückt:
Vor 20 Jahren läutete der Mauerfall die Einigkeit Deutschlands ein, das war ja schon mal nicht schlecht, wenn man mal von der Ostflucht und dem massiven Arbeitsmangel in den neuen Bundesländern absieht. Zusätzlich hat sich leider in den letzten Jahren mehr und mehr das Recht des Einzelnen so verlagert, dass derjenige gewinnt, der mehr Geld und damit die besseren Anwälte hat. So kommt es, dass sogar hochrangige Vorstände gewisser Unternehmen mit ihren an der Steuer vorbeigeschmuggelten Millionen in Freiheit leben dürfen. Da ist es auch offensichtlich, dass das nur ein Gimmick für die Presse war, dass dieser Herr sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hat. Ich jedenfalls finde das unwichtig, wenn man bedenkt, wie viele deutsche Gesetze eigentlich dazu da sind, dass solche Geschehnisse in meinem Vaterland erst gar nicht vorkommen. Danach war doch irgendwie klar, dass die Bürger nach weniger Bürgerkontrolle und dafür nach mehr Staatskontrolle schreien. Aber lasst die da oben ruhig mal noch ein wenig rumplänkeln. Wenn die uns nämlich noch mehr überwachen, werden die so viele Leute in den Abhörzentralen einstellen müssen, um die ganzen Daten auszuwerten, dass wir alle einen Arbeitsplatz haben, auch wenn wir nach dieser Art Arbeit sicherlich nicht streben dürften. Denn es ist ganz und gar nicht brüderlich, wie es in unserer Nationalhymne heißt, wenn man ständig mit der Kamera im Nacken leben muss, wenn bei einem Übergriff jugendlicher Randalierer sich keiner ein Herz fasst und eingreift, oder wenn es doch einer tut und er dafür mit dem Tod belohnt wird. Denn - Hand aufs Herz – Kameras an jeder Ecke helfen da auch nicht. Das ist schön, wenn man dann tolle Aufnahmen der Täter hat und diese bestrafen kann, tot ist der Mann trotzdem. In aller Einigkeit der regierenden Parteien bei diesem Thema und im Bezug auf das Recht des Bürgers auf Unversehrtheit hilft es gar nichts, und wenn die Überwachung die Freiheit jedes Einzelnen noch weiter einschränkt, dann sind wir nicht mehr weit von den “alten Zeiten des dritten Reiches” entfernt, die wir seit über 70 Jahren aus den Köpfen der Welt nicht mehr herausbekommen. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt ein Sprichwort, aber was hier passiert in den letzten Jahren, ist das Unterpfand der Regierungsgewalt. Bei so viel Einschneidungen in die Rechte der Bürger war klar, dass der Widerstand Blühe. Denn im Großen und Ganzen ist es mit dem Glanze in diesem Land nicht mehr weit her, in Zeiten von verdachtsunabhängigen DNA-Proben, Fingerabdrücken, Kameraüberwachung, Gesprächsprotokollierung und was uns dieses Land noch so alles an einschneidenden Maßnahmen des nicht mehr vorhandenen Glückes beschert hat, da blühe wirklich mal ein Widerstand auf, mit dem der Politiker, der deutsches Geld in russische Autoindustrie steckt, mal so richtig von seinem Vaterland in den Hintern getreten wird.
