ELENA – Der nächste Schritt ist gegangen
Ohne Worte. Einfach anschauen. (Mit Dank ans Reizzentrum für die Info)
Tags: 1984, datenkrake, elena, orwell, sammelwutOhne Worte. Einfach anschauen. (Mit Dank ans Reizzentrum für die Info)
Tags: 1984, datenkrake, elena, orwell, sammelwutEs ist ja schon seit längerem üblich, ewig lange Disclaimer in die Signatur von Emails reinzupacken. Gerade im geschäftlichen Bereich scheint es ein weit verbreiteter Irrglaube zu sein, dass ein solcher Disclaimer irgendwelche rechtlichen Auswirkungen hat. Naja, kann man ihnen nicht vorwerfen, sie wissen es halt meist nicht besser. Aber wenn ich dann sowas wie das Folgende von einem Rechtsanwalt bekomme, frage ich mich dann doch ein wenig, wie weit seine juristische Kompetenz im Bezug auf elektronische Kommunikation gediehen ist:
Die Informationen dieser Nachricht sind vertraulich und unterliegen dem anwaltlichen Berufsgeheimnis. Sie sind ausschliesslich fuer den Adressaten bestimmt. Jeglicher Zugriff auf diese Nachricht durch andere Personen als den Adressaten ist untersagt. Sollten Sie nicht der Adressat dieser Nachricht sein, ist Ihnen jede Veroeffentlichung, Vervielfaeltigung oder Weitergabe wie auch das Ergreifen oder Unterlassen von Massnahmen bezüglich der Informationen untersagt. Die in dieser Nachricht enthaltenen Meinungen oder Empfehlungen unterliegen den Bedingungen des Mandatsverhaeltnisses mit dem Adressaten.
(Hervorhebungen von mir)
Aus einer solchen Signatur schließe ich:
Wir wollen nochmal festhalten: Ein solcher Disclaimer hat keinerlei rechtliche Relevanz. Gerade ein Anwalt sollte das eigentlich wissen…
Tags: anwalt, disclaimer, kanzlei, signaturEs gibt ja immer mal Kunden, die mehr oder weniger merkbefreit sind. Meist sind das Leute, die früher oder später auch zugeben, sich mit der Materie Internet und IT nicht so wirklich intensiv beschäftigt zu haben und gerade mal schlau genug seien, Excel zu öffnen. Wenn dann aber jemand mit seinem Titel unterschreibt, der vom Wortlaut her wesentlich mehr Intelligenz erwarten lässt, ist eine Mail wie diese schon ein wenig amüsant:
Sehr geehrte Damen und Herren,
unsere Domäne WWW.EXAMPLE.DE ist nicht erreichbar woran liegt es.
Es kommt keine Fehlermeldung aber auch keine Seite.Mit freundlichen Grüßen
im AuftrageMax Mustermann
Informationstechnikermeister
(Namen geändert, Hervorhebungen von mir)
Es sind die kleinen Dinge, die manchmal auch für ein leichtes Schmunzeln sorgen können. Wie z.B. die Lektüre der Rubrik “Neues aus meinem Netzwerk” bei XING, in der ich heute morgen hiervon begrüßt wurde:

Man merkt, dass das vergangene Wochenende (bestehend aus den tollen Daten 07.08.09 und 08.08.) offensichtlich für Hochzeiten sehr beliebt war
Bei der TAZ gibt es ein interessantes Interview mit Michael Rotert, seines Zeichens der arme Hund Vorstandsvorsitzende der eco, der die Durchsetzung der Zensurinfrastruktur des Zugangserschwernisgesetzes koordinieren darf muss.
Auf die abschließende Frage, ob er denn denkt, dass die Sperre über Kinderpornographie hinaus ausgeweitet werden könnte, nimmt er klar – und meiner Meinung nach mit Recht – Stellung:
Aber die Vergangenheit hat ja schon bei den Daten der Autobahnmaut gezeigt, dass die Politik auf dem Standpunkt steht, “was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Dies gilt insbesondere für die Zeit nach der Wahl.
Hier gehts zum vollen Interview.
Tags: Politikergefasel, taz, zensursulaWir trauern um
Artikel 5
des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
Eine Zensur findet nicht statt.
Am Donnerstag, 18. Juni 2009, verschied nach langem, tapferem Kampf das grundgesetzliche Verbot einer Zensur in Deutschland ? unter fadenscheinigen Vorwänden gehetzt und zur Strecke gebracht von paranoiden Gegnern der Informations- und Meinungsfreiheit, mit massiver Unterstützung einer großen Koalition aus beratungsresistenten Internetausdruckern, willfährigen Lobbyistenfreunden und gewissenlosen Fraktionslemmingen.
Mit ihm starb der letzte Rest von Vertrauen einer ganzen Generation in die Glaubwürdigkeit und Vernunft der Politik der Volksparteien und ihrer derzeitigen Vertreter und Eliten ? zum weiteren Schaden der parlamentarischen Demokratie, die an Legitimationsverlusten leidet, wenn die Partizipation des Bürgers offensichtlich unerwünscht ist.
Wir sind traurig, zornig und ratlos, aber auch dankbar ? all jenen, die in Parteien, Vereinen und Arbeitskreisen oder auch als Mitzeichner der Petition gegen Internetsperren in den zurückliegenden Monaten mit Engagement und Kreativität versucht haben, diese fatale Fehlentscheidung zu verhindern.
Alle Freunde von Demokratie und Freiheitsrechten in der Bundesrepublik Deutschland
Statt um Blumen und Kränze bitten wir um eine hohe Wahlbeteiligung bei der kommenden Bundestagswahl zugunsten der Parteien und Kandidaten, die sich allen gegenläufigen Strömungen zum Trotz noch immer der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet fühlen.
Tags: diktatur, ende der demokratie, kinderporno, Stasi 2.0, zensurLiebes Grundgesetz, alles Gute zum 60. Geburtstag.

In diesem Sinne auch sehr schön:
http://www.plysn.de/myhead/2009/05/05/erst-wenn-der-letzte/
http://blog.pantoffelpunk.de/du-bist-deutschland/du-bist-deutschand-reloaded-reloaded
Bevor ich mich hier ganz böse über die erbärmliche Verhaltensweise der Administration der Top Level Domain .CD auslasse, erst mal zur Vorgeschichte.
Aus einem mir und dem Kunden unerfindlichen Grund ist seine Domain domainname-geaendert.cd nicht mehr erreichbar. Der zuständige whois Server whois.nic.cd antwortet korrekt mit den zuständigen Nameservern, nämlich unseren. Das interessiert aber die für die TLD .CD zuständigen Root Nameserver ( dns.dnsafrica.net, dns.princeton.edu und sunic.sunet.se ) nicht die Bohne. Alle drei antworten authoritativ mit… genau. Nichts. Müßig zu erwähnen, dass unsere Nameserver korrekte Daten liefern. Was aber nichts nutzt, wenn die DNS-Kette vom Root Nameserver zu unseren Nameservern vom Root Nameserver unterbrochen ist.
Das Ergebnis: Der Kunde ist quasi offline.
Und nun zum jammern. Als erstes geht der gutartige, um Problembehebung bemühte Admin (ich) hin, und guckt auf der zentralen Webseite des zuständigen TLD-Verwalters. Auf http://www.nic.cd/ findet sich in der FAQ ein Eintrag:
Q: What if I have technical problems?
Please email us with your technical problem at support@nic.cd.
Q: When will I get a response?
We will get back to you by email support as soon as possible – usually within 24 hours.
If you need help with a specific problem or if you have a question you can use our FAQ. We don’t offer phone-support.
Soweit so gut. Also schreibt man an die genannte Emailadresse eine Anfrage zur Problemlösung. Eine Woche später schreibt man erneut eine Email dort hin. Der Kunde selbst auch. Nach zwei Wochen versucht man es freundlicherweise ein drittes Mal. Nichts passiert.
Nachdem es mir dann zu bunt wurde, habe ich mich mal bemüht, herauszufinden, wer sonst noch so ansprechbar sein könnte. Auf der allwissenden Seite der IANA finde ich zwei Kontaktadressen, die ich dann auch gleich mal anschreibe, um zu fragen, warum auf der offiziellen Support-Emailadresse niemand reagiert.
Von der namentlich durchaus relevanten Emailadresse cd-admin@dnsafrica.net erhalte ich dann eine echt glanzvolle automatische Antwort, die ich hier in Auszügen wiedergeben muss, weil sie einfach so schön Panne ist:
IMPORTANT : You have sent an e-mail to DNS Africa or NIC. Your message has bounced back. Read the following, if you intend to contact us.
Hello,
You have tried to contact DNS Africa or NIC, the domain name contact for African .CD .RW and .CG top-level domains (Rep. Congo, Dem. Rep. Congo and Rwanda).
Thanks for your mail.
Due to high level of spam on our addresses, we are currently trying to filter valid messages. Please note the following :
* We do not want to receive ads.
* We dont’t need spam !
* We cannot be contacted via telephone, fax, post … Only e-mail contact is possible with us.
Should you contact us for any other reason, you can contact us at the following e-mail address, which is changed from time to time (do not bookmark) :
contactdnsafrica23c8b7@dnsafrica.net
Thank you !
Da fällt mir nur noch eins ein: WIE BITTE ?!
Also, wenn die Jungs dort zu dämlich sind, sich einen anständigen Spamfilter vor ihren Mailserver zu hängen, dann sollten sie ganz dringend die Finger weglassen von essenziell für den Internetbetrieb notwendigen Dingen wie eine TLD-Administration. DIE SÄCKE!
Danke, Titanic, ihr habt den Tag gerettet
Warum?
Bei der epetition haben rund 85000 Bürger die Petition gegen die <del>Zensurliste</del> Internetsperre gegen Kinderpornographie unterzeichnet.
Bei einer infratest Umfrage wurden 1000 Bürger gefragt, wovon 92% der Sperrliste zugestimmt haben (also 920 Bürger).
Was macht nun heise.de daraus?
“… befürworten 92 Prozent der deutschen Bevölkerung die Sperrung…”
Da sieht man mal wieder, wie schwachsinnig diese Umfragen sind. Wo haben die wohl angerufen? Bei 1000 zufällig ausgewählten Hausfrauen?
Tags: lügen, tatsachenverfälschung, umfrage, zensur