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Germanikus – Blamabelus

März 27th, 2005 Posted in Allgemein

DVD Cover GermanikusMan müsste sich eigentlich ernsthaft überlegen, gegen die Macher dieses Films wegen Verletzung der Genfer Konvention zu klagen, aber leider deckt diese meines Wissens nicht den Tatbestand der seelischen Grausamkeit ab. Da es also keine juristischen Möglichkeiten gegen die Verbreitung dieses Schandwerkes gibt, hoffe ich, wenigstens auf dem Weg dieses Mediums ein paar Seelen zu retten und sie davon abzuhalten, dieses Paradestück deutscher Unfähigkeit ertragen zu müssen.

Allein schon der Anfang ist grausam. Da sitzt ein bayrischer Irgendwas (sieht stark nach einem Beamten aus) und versucht, völlig witzlos eine witzig sein wollende Geschichte einzuleiten, die primär darauf aufbaut, dass er nach jedem Genuss eines bestimmten Gerichtes diese Geschichte träumt.

Fast 10 Minuten später fängt dann der eigentliche Film an, der irgendwo in Germanien im 9. Jhd. n. Chr. handelt.

Ein offensichtlich sehr arbeitsscheuer Germane mit grauenhaft schlechter Frisur wird von Römern gefangen genommen und in Rom an die neureiche Tusnelda verkauft. Dort arbeitet sich der trotz ruraler Manieren ziemlich listige Moor-Germane vom Lieblingssklaven über den Gladiatoren-Jugendtrainer bis hin zum Vorkoster des Kaisers hoch, um am Ende selbst den Thron zu besteigen und mit ein paar unkonventionellen Befehlen, wie etwa der Abschaffung der Sklaverei, den Untergang des römischen Imperiums und das Ende des Films einzuleiten.

Ich kann ganz ehrlich nicht verstehen, dass ein solcher Film es tatsächlich schafft, gute Kritiken zu erhalten – ich fand die Story durchweg platt und absolut unlustig. Die so gerühmten Gastauftritte diverser Comedy-Stars sind auch nicht gerade die Retter des Films, da sie so mager gesäht sind, dass man sie teilweise nicht mal registriert. Der Auftritt von Anke Engelke zum Beispiel fällt nicht mal auf, da er sich in ungefähr 30 Sekunden abspielt und man sie ohne ihre aufdringliche Stimme nicht einmal erkannt hätte.

Das Einzige, was ich noch einigermaßen witzig fand, war der Auftritt von Tom Gerhardt als unbedingt sterben wollender Märtyrer Almosius – und das ist erstaunlich, weil ich diesen Komiker nun eigentlich ganz und garnicht mag. Aber wenn ich schon so etwas als positiv erwähnen muß, kann man sich denken, wie niedrig das Niveau des Films gewesen sein muss…

Möglicherweise wirkt Germanikus ab 2 Promille besser, aber das zu testen bin ich mir ehrlich gesagt zu schade.

Meine Wertung: :( :( :(

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